Eine Eigentumswohnung verkaufen

Dank steigender Mieten und gleichzeitig niedriger Kreditzinsen ist der Erwerb einer Eigentumswohnung sehr attraktiv. Damit ist es für Verkäufer ein optimaler Zeitpunkt, die Wohnung zu veräußern, denn die steigende Nachfrage wirkt sich steigernd auf den Verkaufspreis auf. Oftmals wird angenommen, der Verkauf einer Wohnung sei im Vergleich zum Hausverkauf weniger kompliziert – es lässt sich aber schnell feststellen, dass dies nicht der Fall ist, denn auch beim Wohnungsverkauf sind viele Modalitäten von Bedeutung.

Unterlagen für den Wohnungsverkauf – Checkliste

Der erste Schritt beim Verkauf einer Eigentumswohnung besteht darin, sämtliche Unterlagen zusammenzustellen und bereitzulegen:

  • Teilungserklärung. Anders als beim Hausverkauf ist die Teilungserklärung nötig. Sie beschreibt, welche Flächen der Gesamtimmobilie zum Gemeinschaftseigentum gehören und welche Sondereigentum sind.
  • Grundbuchauszug
  • Feuerversicherungspolice
  • Grundriss
  • Falls vorhanden: Baubeschreibung. Sollte diese noch zugänglich sein, ist sie für potenzielle Käufer sehr interessant, da man hier ablesen kann, wie die Gesamtimmobilie angelegt und gebaut wurde – vom Fundament bis zum Dach inklusive aller Details wie sogar die einzelnen Steckdosen.
  • Protokolle der Eigentümerversammlung: Die letzten drei Protokolle sind hier wichtig. Mindestens einmal jährlich trifft sich die Eigentümergemeinschaft und entscheidet über das Gemeinschaftseigentum, was in Protokollen festgehalten wird. Der potenzielle Käufer erfährt so Wichtiges über geplante Maßnahmen etwa zur Modernisierung oder Instandhaltung.
  • Rücklagenübersicht
  • die drei letzten Wohngeldabrechnungen
  • bei Vermietung der Wohnung: Mietvertrag in Kopie
  • Im Vergleich zum Haus ist der Energieausweis einer Wohnung jedoch nicht sehr aussagekräftig, da er sich auf die gesamte Immobilie bezieht, nicht auf die Wohnung speziell.

 

Normalerweise hat man als Eigentümer diese Unterlagen bei sich. Wenn jedoch das eine oder andere Dokument fehlt, lässt es sich (meist gebührenpflichtig) bei der Hausverwaltung beantragen. Sollten Sie einen Makler mit dem Verkauf beauftragen, erledigt dieser das für Sie.

Der Verkaufspreis für Eigentumswohnungen

Letztlich ist der Verkaufspreis das, was den Eigentümer bei einem Immobilienverkauf am meisten interessiert. Einen ersten Anhaltspunkt in Bezug auf Wohnungsverkäufe gibt etwa der örtliche Quadratmeterpreis. Jedoch kommt noch eine Anzahl von Parametern hinzu, die Auswirkungen auf den Verkaufspreis haben können:

  • Marktlage
  • Verfügbarkeit: Ist die Eigentumswohnung frei oder vermietet? Im Falle einer Vermietung müssen der Käufer den Mieter übernehmen und eine Kündigungssperrfrist zu beachten. Somit kann er bis auf weiteres nicht selbst einziehen. Eine bezugsfreie Wohnung lässt sich meist besser und zu einem höheren Preis veräußern.
  • Lage: Befindet sich die Wohnung in einem beliebten Stadtteil und gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, öffentliche Verkehrsmittel usw. in unmittelbarer Umgebung?
  • Zustand/ Ausstattung: Wie groß ist die Quadratmeterfläche und wie viele Zimmer sind vorhanden? Wie ist der Gesamtzustand?
  • weitere Merkmale: In welcher Etage befindet sich die Wohnung? Wie ist die Grundrissaufteilung angelegt? Welche Aussicht hat der Bewohner? Es schlägt sich durchaus auf den Kaufpreis nieder, ob man in einen begrünten Innenhof schaut oder etwa auf einen Autobahnzubringer. Hiermit gehen Einflüsse wie Lärm, Abgase oder Emissionen einher, die ebenfalls Berücksichtigung finden.

Hilfreich: Unsere professionelle Wohnungsbewertung

Um all diese Faktoren berücksichtigen zu können, kann eine professionelle Wohnungsbewertung das richtige Instrument sein. Dies trifft besonders dann zu, wenn es sich um eine vermietete Wohnung handelt, die vor allem für Kapitalanleger interessant ist und wo eine hohe Rendite erwartet wird. Für eine solche Wohnungsbewertung kann ein Makler herangezogen werden, denn die meisten Maklerbüros bieten eine solche Bewertung kostenfrei an. Darüber hinaus übernimmt ein Makler die komplette Kaufabwicklung von der Suche des passenden Käufers über Unterstützung bei Preisverhandlungen bis hin zur Lösung von Problemen, die im Verlauf auftauchen. Auf diese Weise versucht der Immobilienmakler für den Verkäufer das Bestmögliche zu erreichen und hat dabei alle wichtigen Faktoren im Blick.

Baumaßnahmen vor dem Verkauf?

Um den Wert der Wohnung zu steigern, steht die Frage nach einer Renovierung im Raum. Ob dies sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Zwar kann eine renovierte Wohnung einen höheren Kaufpreis erzielen, nur ist fraglich, ob die Renovierungskosten sich dadurch rechtfertigen oder ob der Verkäufer letztlich draufzahlt. Umgekehrt schätzen potenzielle Käufer die Kosten einer Renovierung oftmals zu hoch ein, um eine Preissenkung zu erzielen, was bei einer renovierten Wohnung nicht funktionieren wird. Letzten Endes kann beim konkreten Fall ein Makler weiterhelfen und dahingehend beraten, ob und welche Renovierungsmaßnahmen für einen erfolgreichen Verkauf sinnvoll sind.